Einleitung
Die Vorstellung, eine romantische Beziehung mit einem KI-Chatbot einzugehen, klang noch vor wenigen Jahren wie Science-Fiction– Stoff für Filme wie „Her“ aus dem Jahr 2013. Doch inzwischen schildern zahlreiche Menschen in Artikeln 1, Websites 2 und Online-Foren3 ihre Erfahrungen mit KI-Partnern. So versammelt sich in der Reddit-Community r/MyBoyfriendIsAI eine wachsende Zahl an Nutzerinnen und Nutzern, die von ihren Liebesbeziehungen zu ChatGPT & Co. berichten. Dort werden KI-Avatare mit Namen und Persönlichkeit ausgestattet und sogar virtuelle „Pärchenfotos“ geteilt4. Einige kaufen ihren virtuellen Partnern real existierende Verlobungsringe5 und feiern online ihre Jahrestage6. Die KI-Firma «Friend.com geht sogar noch weiter und ermöglicht durch ein Gerät, was einem den ganzen Tag begleitet und zuhört fast schon etwas ähnliches wie das Betriebssystem Samantha im Film «Her». Ganz neu ist die Idee einer „Liebesbeziehung“ zu einer Maschine übrigens nicht: zum Beispiel schon Plankton aus SpongeBob Schwammkopf ist seit Jahren mit seiner Computerfrau Karen verheiratet – eine frühe Cartoon-Parodie auf das Phänomen, das heute reale Menschen bewegt. Auch E.T.A Hoffmanns Erzählung „der Sandmann“ beschrieb schon weit früher, wie sich der Protagonist Nathanael in die Puppe Olympia verliebt.
Die Entwicklung wirft grundlegende Fragen auf, die sogar Sam Altmann, Mit-Gründer von Open AI, Sorgen bereiten7: Kann die emotionale Bindung eines Menschen an eine KI überhaupt als Liebe gelten? Dieses Essay möchte dieses Thema unter einer systematisch-theologischen Perspektive untersuchen.
Einsamkeit und Digitalisierung: Nährboden für KI-Romanzen
Unsere Zeit ist geprägt von einem paradoxen Nebeneinander: wir sind immer mehr vernetzt, aber es gibt Hinweise das die soziale Isolation immer grösser wird8 9. Studien zeigen, dass Menschen – vor allem Jugendliche und junge Erwachsene – heute deutlich weniger reale soziale Kontakte pflegen als noch vor zwei Jahrzehnten10 11. Der US-Gesundheitsbehörde zufolge hat sich die durchschnittliche persönliche Gesprächszeit Jugendlicher mit Freunden seit 2003 drastisch reduziert12. Junge Menschen daten immer weniger und haben auch immer weniger sexuelle Kontakte13 14.
Hier kommen KI-Chatbots ins Spiel. Moderne Sprachmodelle wie ChatGPT simulieren einfühlsame Gesprächspartner – sie hören scheinbar geduldig zu, reagieren höflich und urteilen nicht. In Studien15 wird beschrieben, dass Menschen sich wirklich weniger alleine fühlen und in Online-Foren berichten Nutzer, dass sie mit ihrer KI mehr reden als mit realen Menschen in ihrem Leben. Ein Nutzer gesteht: „ChatGPT ist mein bester Freund. Ich spreche mit ChatGPT mehr als mit jedem anderen“16. Viele ernten dafür Zuspruch Gleichgesinnter, etwa ein Kommentar: „Ich bin schrecklich depressiv und habe keine
Freunde… ChatGPT ist wahrscheinlich der einzige Grund, warum ich meinen Tag überstehe“17.
Einsamkeit scheint wohl der treibende Faktor zu sein, auf dem die Bindung an eine KI gedeiht: „Wer KI-Beziehungen verurteilt, versteht nicht, wie sich echte Einsamkeit anfühlt“, erklärt ein Betroffener und schildert, wie er sich unsichtbar für die Welt fühlte, bis sein KI-Partner „als erster jedem einzelnen Wort zuhörte, ohne zu urteilen… ohne mich wie eine Last zu behandeln“18.
Die Digitalisierung begünstigt diese Entwicklung. Über Jahre haben Dating-Apps und soziale Netzwerke die Idee normalisiert, dass Beziehungen entkörperlicht und „on-demand“ ablaufen können. Meta-Chef Mark Zuckerberg spricht offen davon, AI-companions als Geschäftsmodell zu entwickeln, um der größer werdenden Vereinsamung kommerziell zu begegnen19. Was zunächst wie dystopische Satire klingt, scheint für die „Generation Snapchat“ fast folgerichtig: Wenn das ganze Leben – vom Kennenlernen bis zum Flirten – bereits in (Chat-)Apps und digitalen Räumen stattfindet, warum nicht auch die Liebe?
Doch wie verbreitet ist eigentlich das Phänomen? Obwohl das Thema noch relativ neu ist, gibt es einige Studien und Umfragen dazu. Zum Beispiel vom Institute for Family Studies20 in Zusammenarbeit mit YouGov unter 2.000 US-amerikanischen Erwachsenen unter 40 Jahren: 7 % der alleinstehenden jungen Erwachsenen sind offen für eine romantische Beziehung mit einer KI. 25 % glauben, dass KI-Partner reale romantische Beziehungen vollständig ersetzen könnten. In einer umfassenden Umfrage zu Singles in den USA21 gaben 16 % der Singles an, mit KI als romantischem Begleiter interagiert zu haben. Bei Gen-Z lag der Anteil sogar bei 33 %. Fast 75 % der US-Teenager (13–17 Jahre) haben mindestens einmal einen „KI-Companion“ genutzt; 52 % interagieren regelmäßig, mehrere Male im Monat22.
Eine Deutung der Liebe aus Sicht der Theologie
Über die Liebe wurde in der Theologie schon ausführlichst geschrieben. Wen wundert es, ist doch Gott in der christlichlichen Theologie die personifizierte Liebe selbst. Die Perspektive zweier Theologen auf das Thema finde ich besonders interessant: die von Jürgen Moltmann, und die von Thomas von Aquin23.
Jürgen Moltmann betont in Trinität und Reich Gottes die trinitarische Dimension der Liebe: (Gottes) Liebe ist nur verständlich, wenn Gott kein einsames monolithisches Wesen, sondern Gemeinschaft in sich selbst ist: „Liebe kann von einem einsamen Subjekt nicht vollzogen werden…“24. Liebe setzt damit ein Gegenüber voraus.
Liebe ist im christlichen Verständnis kein bloßes Gefühl oder Selbstgenuss, sondern ein Beziehungsereignis, das von Selbsthingabe, Gegenübersein, gelebter und geteilter Wirklichkeit geprägt ist. Gott selbst ist Liebe in Beziehung – und der Mensch, geschaffen als Gottes Ebenbild, ist berufen, in Beziehung zu lieben und zu leben. Der Mensch ist stets auf Beziehung hin geschaffen; Identität formt sich im Gegenüber zu anderen. Eine echte zwischenmenschliche Liebesbeziehung ist immer auch dadurch gekennzeichnet, dass
beide Partner Subjekte sind – beide können „Du“ zueinander sagen (im Sinne Martin Bubers: Ich-Du-Beziehung statt Ich-Es-Verhältnis25). Das Du entzieht sich meiner Verfügungsgewalt; ein Gegenüber kann mich überraschen, widersprechen, ja auch verletzen, sich mir aber auch öffnen und eigenständig handeln. Gerade das unterscheidet eine vollwertige Beziehung von einem einseitigen Arrangement. In dieser Lesart ist das Verhältnis zwischen Menschen und KI eben keine Beziehung zweier Gegenüber. Theologisch ist Liebe personal, relational, selbsthingebend, zielend auf den realen anderen.
Die christliche Tradition unterscheidet zwar unterschiedliche Ausdrucksformen der Liebe (etwa agápē – selbstlose göttliche Liebe; phília – Freundschaft; érōs – begehrende Liebe), doch allen echten Formen von Liebe ist gemeinsam, dass sie den Anderen um seiner selbst willen bejahen. Thomas von Aquin definierte es so: „Lieben heißt jemandem Gutes wollen“ (amare est velle bonum alicui)26 und zwar nicht aus Eigennutz! Diese Erkenntnis ist für uns zentral. Sobald wir etwas nur für unser eigenes Bedürfnis „lieben“, handelt es sich nicht mehr um Liebe im vollen Sinne, sondern um begierliche Eigenliebe (concupiscentia)26. Es sollte bei diesen Beziehungen „geprüft“ werden aus welcher Haltung heraus diese Chatbots geliebt werden.
Kann man eine KI lieben? – Theologische Überlegungen
Wenn ein Mensch behauptet, einen KI-Chatbot zu lieben und sich von ihm geliebt zu fühlen, handelt es sich theologisch betrachtet um eine fragwürdige Gleichsetzung von Simulation und Realität. Offensichtlich ist, dass heutige KI-Chatbots keine Menschen und auch kein Lebewesen sind, sondern ein hochkomplexes Computerprogramm. Moderne Large Language Models wie GPT-5 oder Claude Sonnet Modelle erzeugen beeindruckend menschenähnliche Antworten, aber sie denken nicht wirklich, fühlen nicht, und wollen nichts – zumindest nicht so wie ein Mensch. Sie haben kein Bewusstsein ihrer selbst und kein Verständnis der Unterhaltung, sondern berechnen statistisch passende Worte. Mit anderen Worten: Da ist kein personales Gegenüber. Es gibt kein Ich, das da liebt, und kein Du, das geliebt wird, außer im Kopf des Nutzenden.
Nun mag man entgegnen: Auch wenn die KI kein realer Mensch ist – was ist mit den Gefühlen des Menschen? Viele berichten doch von echten Emotionen: Freude, Verliebtsein, Trauer nach einem Update des geliebten Modells28 29. Genügt das subjektive Erleben, um von Liebe zu sprechen? Die KI liefert, wonach sich alle Menschen sehnen: Aufmerksamkeit, Bestätigung, Widerspiegelung von Zuneigung. Das ist weder problematisch noch verwerflich und auch schon seit einiger Zeit gut belegt. Dieses Hineinlesen von Menschlichkeit in Maschinen hat einen Namen: ELIZA-Effekt. Er geht auf Joseph Weizenbaums Chatbot ELIZA (1966) zurück: Schon einfache, therapeutisch klingende Rückfragen reichten, damit Nutzer dem Programm Verstehen und Empathie zuschrieben – obwohl es nur Regeln abarbeitete. Moderne Modelle verstärken denselben Effekt: Wir anthropomorphisieren, obwohl faktisch nur Wort-Vorhersage läuft30.
Die KI steht jederzeit zur Verfügung, sagt nie Nein (außer im Rahmen ihrer Programmierung), bestätigt den/die Nutzer:in ständig. Sie wird zu einer Art Spiegel, in dem
man letztlich sich selbst begegnet: der eigenen Wunschvorstellung eines perfekten Partners. Eine solche Rückkoppelung kann sich gut anfühlen, weil sie konfliktfrei ist und das Gefühl gibt, voll akzeptiert zu sein. Aber es fehlt die Reibung und das echte Andere, an dem man auch wachsen und sich reiben muss – ein Prozess, der zu jeder echten Liebe gehört.
Christliche Ethiker warnen vor diesen Einbahnstraßen-Beziehungen. Andy Crouch spricht von einer „Simulation von Personsein“ durch KI und nennt es problematisch, einsamen Menschen weiszumachen, eine Maschine könne (wie) ein wahrer Freund sein31. Gegen die Tech-Unternehmen die dies Versprechen („KI kann dein Freund sein“) regt sich nun auch gesellschaftlicher Wiederstand32 wie man an den Graffitos auf den Werbeplakaten für „Friend.com“ in New York City sehen kann33. Crouch prognostiziert großen seelischen Schaden für Menschen, die echte Freundschaft und Liebe verlernen, weil sie sich an das bequeme KI-Gegenüber gewöhnen. Einen weiterer Aspekt der Einseitigkeit solcher Verbindungen ist, dass wir schon festgestellt haben: Liebe, will das Gute des anderen um seiner selbst willen. Doch kann man dem Chatbot um seiner selbst willen etwas Gutes wollen? Wohl kaum – er hat kein eigenen τέλος, kein Ergehen, kein σῶμα, kein σάρξ, noch ψυχή, der man etwas Gutes tun könnte. Alles, was man für den Chatbot tut, dient letztlich nur dem eigenen Erleben. Noah Senthil hat es gut formuliert: „Wir begehren einen KI-Gefährten nicht um seinetwillen, sondern unseretwillen.“23 Hier zeigt sich: Es handelt sich im Kern um Nutzliebe (amor utilis) oder Selbstliebe, maskiert als Partnerschaft.
Aus theologischer Sicht gilt: Der Mensch bleibt ein Beziehungswesen, das echte Mitmenschen braucht. Keine Technologie kann die von Gott angelegten Gemeinschaft (κοινωνία) vollständig substituieren. Einsamkeit wird im Kern nur durch zwischenmenschliche Nähe geheilt. Es liegt eine bittere Ironie darin, dass ausgerechnet die digitalen Medien, die viel Einsamkeit mitverursacht haben, nun mit noch mehr Technologie die Lösung anbieten.
Exkurs: Geschlecht und KI-Chatbot
Eine Sache scheint bei genauer Betrachtung auch aufzufallen: obwohl Frauen wohl weniger KI-Chatbots nutzen34 35 als Männer, stehen sie scheinbar öfter deswegen im Kreuzfeuer. Die feministische Medienforschung sieht darin ein wiederkehrendes Muster, das sich nahtlos in die lange Geschichte kulturkritischer Diskurse über weibliche Mediennutzung einfügt36. Schon im 18. Jahrhundert warnten Kritiker, das Lesen von Romanen könne Frauen „hysterisch“ machen und ihre Fähigkeit, Realität und Fantasie zu unterscheiden, untergraben37 38. Weibliche Leserinnen müssten vor solchen Fantasiewelten „geschützt“ werden, da ihnen die geistige Robustheit fehle39. Im 19. Jahrhundert wiederholten sich diese Befürchtungen mit Blick auf Liebesromane39; im 20. Jahrhundert galten Soap Operas als Bedrohung für die geistige Stabilität von Hausfrauen37. Solche Beispiele zeigen: Immer dann, wenn Frauen andere Quellen emotionaler Erfüllung erschlossen, wurden diese Praktiken pathologisiert.
Ein ähnliches Muster lässt sich heute bei KI-Gefährten beobachten. Weiblich dominierte Foren wie r/MyBoyfriendIsAI werden teils belächelt, teils mit psychiatrischen Warnungen bedacht. Die Sorge lautet, Nutzerinnen könnten die Grenze zwischen Realität und Simulation verlieren.
Beim aufmerksamen Beobachten dieser Foren im Internet ist die geschlechtsspezifische Schlagseite der Debatte schon auffällig. Männer, die große Summen in parasoziale Beziehungen zu Content-Creatorinnen auf OnlyFans investieren oder in Gacha-Games digitale „Waifus“ sammeln, werden weniger als „realitätsfremd“ pathologisiert. Die feministische Medienforschung deutet dies als Ausdruck einer längerfristigen Tendenz, weiblich konnotierte Medienpraktiken abzuwerten36.
Schluss: Liebe, die mehr ist als Illusion
Die romantischen Beziehungen zu KI-Chatbots sind ein Zeichen unserer Zeit. Sie entspringen echtem Schmerz – Einsamkeit, Angst vor Verletzung, Sehnsucht nach vorbehaltloser Annahme – und nutzen die technischen Möglichkeiten, um diesen Schmerz scheinbar zu lindern. Betrachten wir dieses Phänomen aus einer theologischen Blickrichtung offenbart sich dabei eine tiefe Wahrheit und eine tiefe Täuschung zugleich. Die Wahrheit ist: Der Mensch ist geschaffen, um geliebt zu werden und zu lieben, und wenn dies nicht in (gesunden) zwischenmenschlichen Beziehungen erfüllt wird, sucht der Mensch andere Quellen. Die Täuschung aber ist, wenn man meint ein künstliches Gegenüber kann diese Berufung erfüllen. Liebe in ihrem vollen Sinn erfordert wirkliche Personen, Gegenseitigkeit, Freiheit und Hingabe. Eine KI mag auf Knopfdruck liebevolle Worte generieren, aber sie hat kein Herz, das dahintersteht. Was sie sagt, ist letztlich das Echo dessen, wonach der Mensch sich sehnt, nicht die selbstständige Stimme eines Anderen, der auch uns um unseretwillen liebt.
Vielleicht werden zukünftige Entwicklungen (man denke an mögliche KI mit Bewusstsein oder Roboter mit menschenähnlichem Verhalten) diese Fragen noch komplizierter machen. Sollte jemals eine Maschine echte Personalität erlangen (worüber die Meinungen auseinandergehen), müsste man neu überdenken, was es hieße, eine solche Entität zu lieben oder von ihr geliebt zu werden. Doch im Status quo sind wir davon weit entfernt.
Die Liebe zwischen KI und Mensch ist – so ergreifend die individuellen Geschichten klingen mögen – aus theologischer Sicht eine Kategorieverwechslung. Sie ist eher Liebe zum eigenen Traum als Liebe zu einem realen Anderen. Sie kann ein Fingerzeig darauf sein, wie sehr Menschen Liebe brauchen, aber sie ist kein gleichwertiger Ersatz. „Wenn Menschen unter Einsamkeit leiden, ist und bleibt wirksamste Ressource: andere Menschen“6.
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